Prozessoptimierung: Einkauf findet bei Kommunen auf unterschiedlichen Ebenen und in vielen Bereichen statt
Effektiven Einkauf oder Beschaffung zu organisieren, ist durch die Anforderungen zwischen Wirtschaftlichkeit und „gutem Einkauf“ beziehungsweise zwischen Wirtschaftlichkeit und politischen Zielen nicht einfacher geworden. Gleichwohl bieten die Einbeziehung von Umweltschutz, Innovation und sozialen Aspekten durchaus die Chance qualitativ höherwertige Leistungen zu bekommen, die nicht zwangsläufig teurer sein müssen.
Der öffentliche Einkauf ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, der trotz knapper Haushaltskassen, oft nicht so effektiv genutzt wird, wie es sein könnte. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, zunächst hausintern eine Bestandsaufnahme über die bisherigen Beschaffungsstrukturen zu machen.
Nutzen Sie hierzu das kreative Potential Ihrer Mitarbeiter und Kollegen und entwickeln Sie gemeinsam Strategien, den Einkauf effektiver und damit im Ansatz bereits wirtschaftlicher zu gestalten.
Teilnehmen sollten Mitarbeiter aus:
- Einkauf und Beschaffung der verschiedenen Ämter incl. Bauamt
- Kommunaler Energieagentur
- Umweltamt
- Gebäudemanagement
- Rechtsamt
- Kämmerei
- Lieferanten/Dienstleister (extern)
Der Bremer Senat hat beispielsweise den Einkauf für verschiedene Produktgruppen zentralisiert. Durch gebündelte Bestellungen können günstigere Preise bei den Lieferanten erzielt, aber auch Marktmacht unmittelbar wirksam werden. Regelmäßige Beschaffungskonferenzen – intern und extern - dienen dazu, den Einkauf weiter zu optimieren. Mehr dazu unter www.immobilien.bremen.de.
Auch der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie haben sich dieser Problematik angenommen und ein Verbundprojekt gestartet. Informationen erhalten Sie unter www.reproc.de. Die Stadt Taunusstein testet gerade ihr Prozessmanagement in der Beschaffung mit diesem Projekt.
Der Bremer Senat und die Bürgerschaft haben die Optimierung ihres „Beschaffungsapparates“ gleichzeitig genutzt, den Klimaschutzaspekt in den öffentlichen Einkauf einzubeziehen. Damit sind die Weichen gestellt, über einen entsprechenden Grundsatzbeschluss der politischen Entscheidungsebene dies auch in der Beschaffungsordnung zu manifestieren.
Alles andere muss dann in der täglichen Arbeit und – wenn möglich – unter professioneller Anleitung und Fortbildung entwickelt werden. Hilfreich ist es, mit einigen konkreten Produkten oder Dienstungen zu starten. Damit lässt sich am besten Erfahrungswissen generieren.
Ein Benutzerhandbuch für die Berechnung der Lebenszykluskosten und CO2 - Auswirkungen verschiedener Produkte und Dienstleistungen finden Sie unter www.smart-spp.eu.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.kompass-nachhaltigkeit.de.